Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden

Veröffentlicht am 23.11.2015 in Ortsverein

v.l. Pfr. Ulrike Walter, Esther Graf Judaistin, Lars Castellucci MdB, Elif Elmas Islamwissenschaftlerin

Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden

Gut besuchte Podiumsdiskussion in Epfenbach

Interreligiöses Gespräch auf hohem Niveau

Das wird eine ganz besondere Veranstaltung, davon war man im Organisationsteam der SPD in der Region überzeugt. Merkte man doch schon im Vorfeld an den Rückmeldungen, welch großen Stellenwert dieses Thema zur Zeit bei vielen Menschen einnimmt, gerade nach den furchtbaren Anschlägen in Paris.

So ließen sich zur Podiumsdiskussion „Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden“ auch 85 Interessierte einladen, um mit dem fachkundigen Abrahamischen Team über Religion, Glaube und Werte zu diskutieren.

Ulrike Walter, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinden Epfenbach und Spechbach legte gleich zu Beginn ein sehr persönliches Bekenntnis zu ihrem Glauben ab, in dem sie schilderte, wie sie täglich aus ihrem Glauben Kraft schöpfe. Für Esther Graf ist im Judentum das Tun und Wohltätigsein, die praktische Umsetzung des Glaubens wichtig. Elif Elmas als Muslima betont, vor allem das Bekenntnis zu einem Gott und die unbedingten Einhaltung der Gebote Gottes, sei die Grundlage ihrer Religion.

Der SPD Bundestagsabgeordnte Lars Castellucci, der diesem Abend moderierte, fragte nach den Unterschieden der drei Glaubensrichtungen. Nur Christen glauben an den dreieinigen Gott und die Menschwerdung Gottes durch Jesus Christus.  Unterschiede treten außerdem  im  historischen Verständnis auf, welches das Judentum nicht nur als Religion sondern auch als Volk begreift.

In der anschließenden Diskussion ging man unter anderem auch auf die Ängste der Gäste ein, die sich darüber sorgen, wie Christen und Juden als Ungläubige bezeichnet werden. Darauf antwortete die Islamwissenschaftlerin Elif Elmas, dass sich dies aus dem Kontext heraus verbiete. Schließlich seien alle drei Religionen sogenannte Buchreligionen, die sich auf den einen Gott beziehen. Mohammed bezeichnet die damaligen Mekkaner als ungläubig, nicht die Christen und Juden. Er räumte den beiden Religionen damals völlige Religionsfreiheit ein.

Esther Graf fügte noch hinzu, in dem sie von ihrem Engagement der beiden Mannheimerinnen in der Erstaufnahmestelle erzählte. „Unser Grundgesetz ist die Grundlage unseres Zusammenlebens. Diese Werte sind nicht verhandelbar“, das würde in Gesprächen mit den Flüchtlingen immer deutlich gemacht.

Einig waren sich Religionsvertreterinnen und Publikum, dass mehr Ökumene, mehr Gespräche miteinander stattfinden müssen, ohne sich und seinen Glauben aufzugeben. Dafür brauche es aber mehr Begegnungszentren der Religionen. Mit Akzeptanz und Toleranz können die  unterschiedlichen Sichtweisen nebeneinander stehen bleiben, ohne den eigenen Glauben zu verneinen. Dies könne aber nur geschehen, wenn man sich im eigenen Glauben gefestigt fühlt und er für jeden selbst wichtig sei.

Sehr dankbar war der SPD Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci während des interkulturellen Gesprächs über das hohe Niveau der Diskussionsrunde. „Besser und aufschlussreicher als so manche Talkrunde im Fernsehen sei dieser Abend gewesen“, so sein Fazit.

Noch lange nach der offiziellen Veranstaltung blieben die Gäste der SPD in der Region im Anschluss im Carl-Ullmann-Haus, um sich noch einmal unter einander auszutauschen und den Abend Revue passieren zu lassen.

 

 

 

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