Klausur des AK Ländlicher Raum im Wahlkreis Sinsheim Röderer empfängt Abgeordnetenkollegen zu vor-Ort-Terminen

Veröffentlicht am 23.03.2025 in Landespolitik

Bild Daniel Hamers

Auf Einladung des Eberbacher Wahlkreisabgeordneten Jan-Peter Röderer waren dessen Kollegen aus dem Arbeitskreis der SPD-Landtagsfraktion in den Wahlkreis gekommen und haben zahlreiche regionale Betriebe besucht, um zu erfahren, wo vor Ort der Schuh drückt und welche Erwartungen es an die Landespolitik gibt, um die Rahmenbedingungen zu verbessern, Bürokratie abzubauen und den Ländlichen Raum zu stärken.

Mit drei Abgeordneten und einem parlamentarischen Berater war man mit großer Expertise angereist. Der damit ausgedrückte Respekt vor der Arbeit der regionalen Betriebe erfreute diese und man nutzte die Gelegenheit zum tiefgehenden Austausch. Die offenen Fragen sagten die Parlamentarier zu, zu klären und stellten in Aussicht, schon bald mit den zur Verfügung stehenden Mitteln parlamentarisch tätig zu werden. So wird es sicherlich eine Anfrage an die Landesregierung geben, in der geklärt werden soll, ob alle Hürden, mit denen vor Ort gekämpft wird, tatsächlich nötig sind.

 

Ging es im Neckarbischofsheimer Sägewerk Holz-Mayer noch stark um Versicherungen, Personal, die unterschiedlichen Marktzugänge von Mittelständlern und großen Konzernen, war die Situation bei Benders Edelbränden in Angelbachtal eine ganz andere. Während Frau Mayer im Gespräch darauf abzielte, dass ihre Mitarbeiter neben ihrem Holz ihre größten Schätze sind und gut gepflegt werden, arbeitet Peter Bender vor allem alleine. Beide hatten aber Ideen, wo man sie mit wenig Aufwand unterstützen bzw. entlasten könnte.

Das ist ganz wichtig für unsere parlamentarische Arbeit in Stuttgart“ sagte Jan-Peter Röderer zum Grund des vor-Ort-Termins. „Bei Terminen wie dem mit Herrn Bender, erfahren wir oftmals Dinge, die später dann in Anträgen, Ministerbriefen und Anfragen münden. Denn von sich aus würden kleinere, regionale Erzeuger ihre Schwierigkeiten in der Regel nicht nach Stuttgart melden. Der Kontakt in meinem Wahlkreis ist mir daher enorm wichtig“ so der Eberbacher.

Auf dem Nonie-Hof der Familie Tietz ging es dann gleich um einen bunten Strauß an Dingen. Überregional bekannt ist der Hof natürlich durch seine Alpakas. Der umtriebige und leidenschaftliche Geschäftsführer, Adrian Tietz, hat zusammen mit seiner Frau aber noch eine Menge anderer Projekte. So sollten neben dem Hofladen auch eigene Seifen gesiedet werden und ein Fass auf dem weitläufigen Gelände aufgestellt werden, in dem eine ganze Familie übernachten könnte. Für jedes einzelne Projekt sind jedoch unterschiedliche Voraussetzungen zu erfüllen, so dass man sich zunächst aufs Kerngeschäft mit den Alpakas und dem Laden konzentriert. Die landwirtschaftliche Nutzung soll künftig dann auch verstärkt kleinere touristische Möglichkeiten eröffnen. Die Abgeordneten sagten zu, sich zu erkundigen, welche Möglichkeiten zur Förderung und Unterstützung sich bieten.

Beim Zuzenhäuser Dachsenfranz hatte man dann wiederum ganz andere Themen in der Runde. So diskutierten die Experten mit der Geschäftsführung des traditionsreichen Familienbetriebes darüber, wie es sein kann, dass das Flaschenpfand nur noch einen Bruchteil des Wertes einer Flasche beträgt und warum keine auskömmlichen Preise erzielt werden können, wenn man mit den großen „Fernseh-Bieren“ konkurriert. Die kurpfälzische Art erlaube aber nach wie vor ein gutes Geschäft mit Direktverkauf in Getränkemärkten, Straßenfesten und Gastronomie-Ausschank. Die Idee, die im Laufe des Tages immer wieder angesprochen wurde, die Marke „Baden, Kraichgau und die Kurpfalz“ stärker zu betonen, stieß auch in Zuzenhausen auf offene Ohren. „Wir haben so großartige Betriebe, Menschen und Produkte hier bei uns – wir müssen nur mehr darüber sprechen. Eine Landesregierung, die stattdessen immer wieder nur den schwäbischen Dialekt in den Mittelpunkt ihrer Kampagnen stellt, ist hier für uns wenig hilfreich“ stellte Jan-Peter Röderer fest und erfuhr dafür allseitige Zustimmung.

Nachdem man sich überall eine Menge vorgenommen hat, zeigten die vier prominenten Gäste sich optimistisch, den guten Austausch dafür zu nutzen, die Dinge weiter zu verbessern. „Im Sinne unserer regionalen Wirtschaft. Und so, wie es hier überall gemacht wird auch im Sinne unserer Region allgemein“ zog Röderer ein positives Fazit.

Den Abschluss der Reise bildete ein Termin bei der Sinsheimer Klima-Arena, wo man einen spannenden Austausch mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Welz hatte. „Diese wirklich einzigartige Einrichtung, die Du hier in Deinem Wahlkreis hast, ist wahrlich ein Schatz“, zeigte Röderers Rastatter Kollege Jonas Weber sich begeistert von der Klima-Arena. Hier werde wirklich Bedeutendes für unsere Gegenwart und unser aller Zukunft auf besondere Weise vermittelt.

Zum Ende der anderthalb-tägigen Reise des Arbeitskreises zeigten sich alle sehr zufrieden und machten sich gemeinsam auf den Weg nach Stuttgart, um das Erfahrene und Diskutierte in den Landtag zu bringen.

 

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